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25.05.2009: Superzellenverdacht Südwest NRW
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- Erstellt am Samstag, 21. Januar 2012 20:29
Am 25. Mai 2009 zog von den Benelux her eine kräftige langlebige Gewitterzelle nach NRW. Diese zog weiter ostwärts und erreichte am frühen Abend gegen 18 Uhr Ortszeit das Oberbergische. Von hier aus zog die Zelle weiter in den Hochsauerlandkreis. Es gab von der Zellen mehrere Hagelmeldungen , Meldungen über Rotationen und zwei Funnelsichtungen ( Tornadovorstufe ). Hier nun ein paar Karten von dem besagten Zeitraum

Hier hätten wir erstmal die Taupunkte die im südlichen NRW recht hoch sind. Somit hatten wir eine schwüle Wetterlage die viel Energie aufbaute. Die Zelle zog fast an den Stellen mit den höchsten Taupunkten entlang.
Somit konnte sich die Zelle immer wieder mit Feuchtigkeit versorgen was die Langlebigkeit der Zelle erklrären könnte.

Auf der Druckkarte sieht man sehr schön einen Höhenrücken über Deutschland der vom Mittelmeerraum nach Skandinavien schwenkt. Von Frankreich her nähert sich ein Tiefdruckgebiet. Was später mit einer Konvergenz die besagte Gewitterzelle auslöste.
Die Luftschicht war sehr Labil geschichtet und es entstand Vertikalbewegung. Der KO-Wert ( Labilitätsindex ) zeigt anhand der grünen Linien die Bereiche die labil geschichtet sind. Diese Werte sind negative Werte. Je negativer der Wert desto stärker ist die Schicht labil. Hier geht der Wert auf teilweise -12 herunter. Nun ist der KO-Index nicht alles. Es braucht auch Hebung. Hier werden die Hebungsgebiete farbig , in den Tönen gelb bis rot, gekennzeichnet. Je intensiver die Färbung desto schneller steigt das Luftpaket auf. Hier wird der Wert in hPa/h ( Hektopaskal pro Stunde ) angegeben. Nun fragt man sich sicherlich warum ein Hebungsgebiet über Frankreich ist aber keins über dem Westen Deutschlands wo die Zelle entlangzog. Die Zelle entstand im Hebungsgebiet und zog dementsprechend mit der Luftströmung weiter Ost bis Nordostwärts. Somit hat die Zelle den Hebungsbereich verlassen.

Die Labilität nahm zum Abend hin noch zu

Die Tagestemperaturen betrugen Sommerniveau bei 25° bis 30°C. Im vergleich zur Taupunktkarte am Anfang zeigt sich das die Differenz nicht gerade hoch ist. Somit ist viel Feuchte in der Luft vorhanden. Dadurch sinkt die soganannte Auslösetemperatur. Die Auslösetemperatur gibt an welche Lufttemperatur erreicht werden muss damit Wolkenbildung ausgelöst wird. Sind zum Beispiel Taupunkt und Temperatur gleich so ist die Luft zu 100 % mit Feuchte gesättigt und es entsteht Nebel. In wie weit der taupunkt steigt entscheidet auch die Luftbewegung ( Wind ). Je stärker der Wind weht desto unwahrscheinlicher kann der Taupunkt sich der Temperatur annähern. Da die Feuchte sozusagen verweht wird. Daher sinkt meisst nach einem Gewitter der Taupunkt und die Temperatur ab.
